Folge 98

Status Quo und Ausblick CO2-Zertifikate und Emissionshandel – Ein Update mit Expertin Ruth von Heusinger von ForTomorrow

Emissionsrechte und Zertifikatshandel - ein Update mit Ruth von Heusinger

Unsere Learnings aus der Folge:

  • Unternehmen, die kompensieren, sind in der Regel auch motiviert, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren
  • Wenn der Emissionspreis weiter steigt, erhöht sich der Druck auf die Unternehmen in ihre Prozesse zu investieren, um eine grüne Alternative zu schaffen
  • die beste Altersvorsorge ist die Investition in den Klimaschutz

Ruth von Heusinger ist eine echte Expertin für den Handel mit CO₂-Zertifikaten. Nachdem sie bei großen Anbietern gearbeitet hat, die hauptsächlich im globalen Süden agieren, hat sie sich mit ihrem eigenen Unternehmen ForTomorrow selbstständig gemacht, um den Handel mit Zertifikaten wirksamer zu gestalten. Dabei bieten sie zwei Varianten an, um die angefallenen Emissionen zu kompensieren: Unternehmen oder Privatpersonen können Bäume pflanzen lassen in Deutschland oder/und sie lassen von ForTomorrow Zertifikate kaufen, die dann gehalten werden. So werden dem Markt Zertifikate entzogen und stehen Unternehmen als Kompensationsmöglichkeit nicht mehr zur Verfügung.

Ruth versucht dabei möglichst viele Menschen mit ihrer positiven Art zu inspirieren und agiert nie mit erhobenen Zeigefinger. Denn so begeistert man nicht die Zweifler:innen und die möchte Ruth ganz besonders mit ihren Ängsten ernst nehmen.

Gliederung der Folge:

  • Das Konzept von ForTomorrow (04:27)
  • Der Status Quo im Emissionshandel (06:08)
  • Wie können Unternehmen mit ForTomorrow kompensieren? (07:43)
  • Was kann ich als Unternehmen tun, wenn ich Scope 1,2 und 3 kompensiert habe? (12:12)
  • Wie überzeugst du dein Umfeld mehr für Nachhaltigkeit einzustehen? (15:16)
  • Wie kann man die Gesellschaft wieder mehr vereinen und gegen die Spaltung ankämpfen? (17:23)
  • Ruths Weg zur Investorin (20:38)
  • Der Verra Skandal (23:45)
  • Ein Ausblick in die Zukunft des Emissionshandels (26:51)
  • Kann für Biodiversität oder Wasser auch ähnliche Märkte entstehen? (29:19)

Ruth bei Linkedin

Ruths Inspiration: Das Kinderbuch “Die Kinder in der Erde” von Gudrun Pausewang

Mehr über ForTomorrow

Zur Folge mit Susann Schubert über betriebswirtschaftliche Steuerung von Nachhaltigkeitsaktivitäten


Wir, Meike & Nils von PHAT CONSULTING, freuen uns über euer Feedback auf Linkedin.

Hier kannst du Nils und Meike kontaktieren.

Oder meldet euch direkt bei uns in Hamburg:

PHAT CONSULTING 040 – 226 383 100, moin@ceo2neutral.de

Viel Spaß bei der 98. Folge von CEO2-neutral!

Musik: Michael Ahlers, Scribbles: Michael Kutzia

Mehr zum Thema:

Agora Verkehrswende über nachhaltige Mobilität im Unternehmen

Folge 131

Betriebliches Mobilitätsmanagement als Hebel für mehr Klimaschutz | mit Esther Rublack von der Agora Verkehrswende

Betriebliches Mobilitätsmanagement ist ein unterschätzter Hebel beim Klimaschutz. Daher ermutigt Esther Rublack von der Agora Verkehrswende alle Unternehmen, einfach mit einer Status Quo Aufnahme anzufangen. Denn Mobilität ist auch ein wichtiger Faktor, wenn es um soziale Gerechtigkeit und die Gesundheit der Mitarbeitenden geht. Oder es kann möglicherweise auch ein entscheidender Aspekt bei der Personalgewinnung sein. Während herkömmliche Mobilitätskonzepte häufig noch den Dienstwagen auf der einen Seite und das Jobticket für die öffentlichen Verkehrsmittel auf der anderen Seite haben, gibt es inzwischen viele Ideen, betriebliche Mobilität ganzheitlicher zu betrachten. Ein sehr praxisnahes Gespräch mit inspirierenden Beispielen.

Kuyua Biodiversität im Unternehmen

Folge 130

Biodiversität – Chancen und Risiken für Unternehmen im Überblick | mit Christian Dietrich von kuyua

Biodiversität ist ein wiederkehrendes Thema in der Diskussion um Nachhaltigkeit. Studien weisen auf eine immense Herausforderung hin, da das Artensterben gravierend und nicht mehr umkehrbar ist. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind bereits spürbar. Daher wird diskutiert, welchen Beitrag Unternehmen leisten können. Christian Dietrich hat mit kuyua eine Software entwickelt, die alle Standorte schnell und einfach analysiert. Mithilfe von KI beschreibt sie direkt den Status quo, zeigt langfristige Auswirkungen auf und erstellt einen Maßnahmenkatalog. Dies bietet eine schnelle Möglichkeit, Transparenz über den eigenen Einfluss zu erlangen und intern für ein Umdenken zu werben. Biodiversität steht derzeit bei den meisten Unternehmen nicht auf der Agenda, was eine klare Chance im Bereich Risikomanagement darstellt, wenn man frühzeitig handelt.

KI gegen Food Waste - KITRO

Folge 129

Künstliche Intelligenz im Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung | mit Anastasia von KITRO

In dieser Folge befassen wir uns mit einem großen Problem unserer Zeit: der Lebensmittelverschwendung. Anastasia Hofmann hat über Jahre in der Hotellerie die Dimensionen der Lebensmittelverschwendung gesehen und daraus eine Geschäftsidee entwickelt. Ihre Software KITRO TARE nutzt künstliche Intelligenz, um Abfälle zu analysieren und Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen zur Lebensmitteleinsparung zu geben. Auf diese Weise können Unternehmen Kosten sparen und gleichzeitig gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen. Wir haben jedoch auch gelernt, dass 60 % des Food Waste im privaten Bereich entsteht. Eine gute Erinnerung daran, unsere eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Denn viele Lebensmittel sind, richtig gelagert, sehr lange haltbar, auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus.

Ilona Jarabek von der MUK über nachhaltige Events und kulturelle Nachhaltigkeit

Folge 128

Für mehr kulturelle Nachhaltigkeit und nachhaltige Events | mit Ilona Jarabek – Musik- und Kongresshalle Lübeck (MUK)

Ilona Jarabek hat mit der Musik- und Kongresshalle Lübeck (MUK) ein wegweisendes Projekt im Bereich Nachhaltigkeit realisiert – sowohl im Kontext von Veranstaltungsorten im Allgemeinen als auch insbesondere als öffentliche Institution. Besonders in öffentlichen Einrichtungen fehlen oft Anreize seitens des Bundes, um interne Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu fördern. Ilona ist gemeinsam mit ihrem Team den klassischen Weg der Kosteneinsparung gegangen, jedoch bereits im Jahr 2007 – ein Investment, das sich heute auszahlt. Die MUK hat die grundlegenden Herausforderungen längst bewältigt und setzt nun den Fokus darauf, nicht nur als nachhaltiger Veranstaltungsort zu agieren, sondern auch nachhaltige Events zu organisieren.